Gratulation an unsere Teilnehmer! Fast alle Teilnehmer haben die FSP bestanden:)

Mai 2018: Hallo, ich grüße Sie alle ganz herzlich!

Nach sieben Wochen langen Wartens haben wir endlich die gute Nachricht bekommen: Fast alle Teilnehmer haben die Fachsprachprüfung bestanden! Schade, bei einer Teilnehmerin fehlte ein einziger Punkt:(

Trotzdem können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Wir freuen uns von Herzen für unsere fleißigen TEilnehmer und wünschen ihnen alles erdenklich Gute!

Herzliche Grüße

Ihre Odile Ullner

 

 

Ein faszinierender Beitrag über die älteste praktizierende Chirurgin der Welt …..schauen Sie mal:)

Die älteste praktizierende Chirurgin der Welt ist 89 Jahre alt und arbeitet in Russland, in der ca. 200 km von Moskau entfernten Stadt Rjasan, als Proktologin. Noch immer führt sie jede Woche mehrere Operationen durch.

Woher nimmt sie die Energie? – „Einfach immer gute Laune haben und fröhlich sein. Und für die Patienten muss man alles geben! Ein Arzt ist wie ein Herz – wissen Sie, wie das funktioniert? Entweder ganz oder gar nicht! Und so muss man auch an seine Arbeit herangehen, ganz oder gar nicht!“

 

Vielleicht interessiert es Sie zu hören, wie die Telc – Fachsprachprüfung abläuft?

 

Hallo, hier bin ich wieder – nach unserem Prüfungskurs hatten wir alle erst mal das Bedürfnis nach etwas Pause:)

Ich auch – zumal die Grippe in Göttingen wie überall im Lande heftig zugeschlagen hat – bei mir leider auch:(

Doch jetzt ist alles überstanden – und ich kann Ihnen ein bisschen erzählen, was in letzter Zeit so passiert ist.

Es gibt einiges zu erzählen – während unsere „Niedersachsen“ noch auf ihre Prüfungstermine bei der Ärztekammer in Hannover warten, haben die meisten unserer Teilnehmer  vor 2 Wochen die Fachsprachprüfung (Telc) in Frankfurt abgelegt – bei den meisten scheint es ganz gut gelaufen zu sein – jetzt warten wir noch auf die Ergebnisse. In zwei bis drei Wochen bekommen wir sicher Bescheid.

Vielleicht kennen Sie nicht alle die Telc – Fachsprachprüfung?  Für diejenigen, die sie nicht kennen: Dies ist eine Prüfung, zu der man sich selbst anmelden kann, vorausgesetzt natürlich, dass man die ärztliche Qualifikation und auch ein Sprachniveau B2 nachweisen kann. Für wen ist diese Prüfung interessant? – Für Ärzte, die in Hessen oder Schleswig-Holstein arbeiten möchten: Wer die Prüfung besteht, kann die Berufserlaubnis beantragen und in diesen beiden Ländern als Arzt/Ärztin arbeiten.

Die Prüfung ist etwas anders aufgebaut als die üblichen Prüfungen in den Ärztekammern, weil sie neben der Einzelprüfung (Anamneseerhebung, Arztbrief und Patientenvorstellung) im Gespräch mit einem ärztlichen Prüfer) auch noch eine schriftliche Prüfung vorsieht: Leseverstehen, Hörverstehen und sogenannte Sprachbausteine. Hier muss man in einem Lückentext Konnektoren, Modalpartikeln, Präpositionen o.ä. einsetzen.

Die Einzelprüfung ist dann wiederum ähnlich wie die regulären Prüfungen in den Ärztekammern. Es gibt auch dort einen ärztlichen Prüfer bzw. eine Prüferin, einen Prüfer/eine Prüferin für Deutsch als Fremdsprache und natürlich eine Simulationspatientin/einen Simulationspatienten.

Die Themen waren ganz unterschiedlich, u.a. waren es diese Themen, die sehr ausführlich geprüft wurden:

PaVK (Periphere arterielle Verschlusskrankheit), Pyelonephritis, Multiple Sklerose, Divertikulitis, Tiefe Venenthrombose, Angina Pectoris und akute Pankreatitis.

Was ist wichtig? Die Ruhe bewahren:) Es ist möglich, dass die Schauspielpatientin oder der Schauspielpatient die Aufgabe bekommen hat, sich sehr nervös, überängstlich oder sogar aggressiv zu verhalten. Dann heißt es, Ruhe zu bewahren! Die Prüfungskommission möchte wissen, wie Sie mit Stress-Situationen umgehen können! Sie müssen also alles tun, um Ihre Patientin/Ihren Patienten zu beruhigen, ihr oder ihm Lösungswege aufzuzeigen und die Situation zu entspannen.

Auch bei der Patientenvorstellung müssen Sie kreativ sein und dürfen sich keinesfalls durch Fragen verwirren lassen, die Ihnen in diesem Moment als unpassend erscheinen. Sie erheben zwar nur die Anamnese, aber im Gespräch werden Sie möglicherweise gefragt, ob Sie die Patientin/den Patienten körperlich untersucht haben, wie die Vitalparameter sind, ob der Patient z.B. über einseitige oder beidseitige Schmerzen klagt.

Selbstverständlich haben Sie keine Untersuchung durchgeführt, aber Sie argumentieren so, als ob Sie diese durchgeführt hätten – und schlagen dann auf dieser Grundlage weitere diagnostische Maßnahmen und im Anschluss daran entsprechende Therapiemöglichkeiten vor. Wichtig ist, dass „Ihre“ Untersuchungsergebnisse und „Ihre“ Diagnostik dann in eine entsprechend folgerichtige Therapie münden, die Sie dann natürlich auch begründen und dem Patienten erklären müssen.

Wenn Sie dies alles berücksichtigen, dann dürfte die Prüfung für Sie kein großes Problem darstellen 

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich

Ihre Odile Ullner

 

 

 

 

Fall 21: 25-jähriger Patient mit zunehmendem trockenen Husten

Hallo, heute ist Montag, der 26. Februar – und hier in Göttingen ist es sehr kalt:) Minus 7 Grad! Also, genau das richtige Wetter, um es sich bei einer schönen Tasse Tee und einem guten Buch gemütlich zu machen.

Oder aber – wenn Sie mögen – dann hören Sie doch mal wieder in den aktuellen Fall rein: Heute geht es um das Thema Husten.

 

 

 

Probieren Sie erst einmal, den Text nur ganz entspannt zu hören. Danach können Sie sich hier den Text anschauen. Hier ist er:

Fall 21:   25-jähriger Patient mit zunehmendem trockenen Husten (Quelle: Fällesammlung der Uniklinik Heidelberg)

 

Anamnese und klinische Angaben

 

Ein 25-jähriger Patient sucht den Hausarzt auf wegen eines seit mehreren Wochen bestehenden zunehmenden trockenen Hustens ohne Auswurf.

(Variante: Ein 25-jähriger Patient sucht den Hausarzt wegen eines zunehmenden trockenen Hustens auf, der seit mehreren Wochen bestehe.)

Im klinischen Verlauf bestehen Abgeschlagenheit, periodisch auftretende, leichte Luftnot, nachts vermehrtes Schwitzen. Zusätzlich klagt der Patient über einen Leistungsknick und eine leichte Gewichtsabnahme.

 

Lerntipp Adjektivdeklination und Blumen!

Was haben Blumen mit der Grammatik zu tun – und was – um Himmels willen mit der Fachsprachprüfung? Ganz einfach: In der Fachsprachprüfung Medizin schreiben Sie einen Arztbrief. In Ihrem Arztbrief stellen Sie den Patienten vor – mit seiner spezifischen Symptomatik und seinen Lebensumständen. Dabei verwenden Sie natürlich auch Adjektive und Partizipien – und genau darum geht es hier: um den korrekten Gebrauch der Adjektivendungen. Hierbei sollen uns die Blumen helfen:)

Wie Sie wissen, haben unsere drei Artikel Signale – Das ist nicht weiter schwierig. Wenn wir jedoch diese Signalendungen mit den Adjektivendungen verbinden sollen, dann ist es schon ein bisschen kniffliger (schwieriger). Ich hole mir hier ein bisschen Hilfe bei der Natur: Sagen Sie  es mit Blumen:)

Den Nominativ lassen wir einmal beiseite. Aber schauen wir uns die anderen Fälle an:

Kombinieren Sie die Signalendungen N, M, R und S (außer beim Nominativ und Akkusativ Neutrum) immer mit der Endung – EN. Und denken Sie dabei an unsere schönen Blumen!

 

Dies sind Sonnenblumen

…und dies sind natürlich Rosen:)

Dies hier sind Malven

..und zum Schluss kommen die Nelken

 

Diese Blumen schenken nicht nur Freude in unserem Alltag – hier sollen sie bei der Grammatik helfen:) Sie sind unsere mind-maps für die Adjektivendungen!

 

Fall Maskulinum Femininum Neutrum
Nominativ Singular R

deR kranke Mann

E

diE kranke Frau

S

daS kranke Kind

Akkusativ Singular N + ENNELKEN

deN krankEN Mann

E

diE kranke Frau

S

daS kranke Kind

Dativ Singular M + ENMALVEN

deM krankEN Mann

R + ENROSEN

deR krankEN Frau

M + ENMALVEN

deM krankEN Kind

Genitiv Singular S + EN – SONNENBLUMEN

deS krankEN Mannes

R + ENROSEN

deR krankEN Frau

 

S + ENSONNENBLUMEN

deS krankEN Kindes

und im Plural sieht es so aus: Tipp! Denken Sie bei Nominativ und Akkusativ an ErdbeerEN!

 

Fall Maskulinum Femininum Neutrum
Nominativ Plural E+ENERDBEEREN

diE krankEN Männer

E+ENERDBEEREN

diE krankEN Frauen

E+ENERDBEEREN

diE krankEN Kinder

Akkusativ Singular E+ ENERDBEEREN

diE krankEN Männer

E+ENERDBEEREN

diE krankEN Frauen

E+ENERDBEEREN

diE krankEN Kinder

Dativ Singular N+EN – NELKEN

deN krankEN Männern

N+EN NELKEN

deN krankEN Frauen

N +EN – NELKEN

deN kranken Kindern

Genitiv Singular R+ENROSEN

deR kranken Männer

R+ENROSEN

deR krankEN Frauen

R+ENROSEN

deR krankEN Kinder

 

 

Das Artikelsignal  – s – ist typisch für das Neutrum – z.B. das Geschwür oder das Melanom. Kommt ein Adjektiv hinzu, so trägt dieses die Endung – e – sowohl im Nominativ als auch im Akkusativ. Wir können also sagen: Das maligne Melanom (Nominativ) ist ein bösartiger Tumor. – Oder im Akkusativ: Wir konnten das maligne Melanom operativ entfernen.

Die Adjektivendung (-e-) ist ebenso wie beim Nominativ maskulinum hier nur eine phonetische Endung, damit sich das Wort besser aussprechen lässt. (deR kranke Mann; daS kranke Kind)

Schauen wir uns noch einmal das Beispiel in unserem Text an und denken Sie hierbei an die Sonnenblumen:)

……wegen eineS seit mehreren Wochen bestehendEN trockenEN Hustens

weitere Beispiele:

z.B. des /eines  operierenden Arztes; des/eines zu untersuchenden Kindes; des/eines negativen Befundes

 

 

Anamnesebericht: Fall Nr. 3 aus der Fallsammlung der Uniklinik Heidelberg

Hallo, Ihr Lieben,

was gibt es Neues bei uns im Kurs? – Heute, am Samstag, hat unsere Ärztin Adriana unsere Teilnehmer in die Welt der radiologischen Diagnostik entführt – und im Anschluss daran gab es, wie immer, einen interessanten Fall zur Bearbeitung.

Unser Kurs hat mittlerweile die Woche 7 sehr erfolgreich abgeschlossen – also – unser Bergfest haben wir schon hinter uns gebracht:) – Übrigens, Bergfest – das bedeutet, dass man die Hälfte einer Etappe bereits erfolgreich bewältigt hat.

Und ich habe für Sie auch wieder einen interessanten Fall aus der Fallsammlung der Universitätsklinik Heidelberg mitgebracht:

Genießen Sie den Anamnesebericht mit leiser Musik, entspannen Sie sich – und hören Sie einfach nur zu.

Im Anschluss können Sie den Text dann auch lesen – ich habe dazu einige Kommentare geschrieben, worauf Sie bei der Formulierung achten sollten.

Viel Spaß dabei- wünscht Ihnen Ihre Odile Ullner

 

25-jähriger Patient mit krampfartigen, rechtsseitigen Unterbauchschmerzen (Quelle: Fallsammlung Uni-Klinik Heidelberg) – bearbeitet von Odile Ullner

Fall: 25-jähriger Patient mit krampfartigen rechtsseitigen Unterbauchschmerzen (Quelle: Fallsammlung Uni-Klinikum Heidelberg) – bearbeitet von OU)

 

 

Anamnese und klinische Angaben:

Ein 25-jähriger Patient stellt sich in der medizinischen Ambulanz vor. Er gibt an, seit einer Woche zunehmende krampfartige rechtsseitige Unterbauchschmerzen zu haben. Die Beschwerden bestünden schon länger, seit 6 -8 Wochen, aber meistens seien sie nach einigen Tagen wieder rückläufig gewesen. Zudem fühle er sich seit mehreren Wochen sehr abgeschlagen und müde. Aktuell  habe er zusätzlich zunehmend dünnen Stuhl.

Dem Patienten zufolge hat er in letzter Zeit 3 – 4 kg Gewicht verloren. Der Patient klagt über rezidivierende Schmerzen in den Knien sowie über rötliche Flecken an den Unterschenkeln.
Er gibt an in letzter Zeit auf der Arbeit viel Stress gehabt zu haben.

 

Satzanfänge: Ein 25-jähriger Patient; Er; Die Beschwerden; aber; Zudem; Aktuell; Dem Patienten zufolge; Der Patient; Er

Strukturen ohne Konjunktiv: Er gibt an, ……zu haben; Dem Patienten zufolge hat er …verloren; Der Patient klagt über rezidivierende Schmerzen….; Er gibt an, viel Stress gehabt zu haben.

 

Laborwerte:

Laborchemisch findet sich eine Leukozytose von 14.000, das CRP liegt bei 130 mg/ml. Zusätzlich findet sich eine leichte Linksverschiebung im großen Blutbild sowie eine Eisenmangelanämie mit einem Hb-Wert von 10,2 mg/dl.

Körperlicher Untersuchungsbefund:

Bei der klinischen Untersuchung findet sich bei dem eher hageren Patienten ein etwas aufgetriebenes Abdomen mit deutlicher Druckschmerzhaftigkeit im rechten Mittel- und Unterbauch. Die Darmgeräusche sind etwas reduziert, aber vorhanden, es finden sich keine peritonitischen Zeichen und keine wesentliche Abwehrspannung.

 

 

Überlegen Sie, welche Differentialdiagnosen hier in Frage kommen könnten:

Appendizitis;Colitis ulzerosa; Morbus Crohn; Darmtuberkulose; Kolonkarzinom

 

So, und nun habe ich noch einen interessanten Text aus dem Bereich des Medizinrechts für Sie!

Sollten Sie die Telc – Fachsprachprüfung Medizin machen wollen, dann ist auch Ihre Kompetenz im Leseverstehen gefragt!

Probieren Sie einmal, den folgenden Text zu lesen und die Fragen dazu zu beantworten. Nehmen Sie sich dafür maximal 20 Minuten Zeit! Wenn Sie möchten, schreiben Sie mir – dann schicke ich Ihnen die Lösung:) Schreiben Sie einfach an:

info@deutsch-for-docs.de

Behandlungsfehler

(Quelle: www.bundesgesundheitsministerium.de)

Bei Verdacht auf einen Behandlungsfehlers leiden Patientinnen und Patienten oftmals unter massiven gesundheitlichen Einschränkungen und sind verunsichert, weil eine Behandlung nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hat. Medizinische Sachverhalte und Behandlungen sind häufig schwer zu verstehen, es besteht das Gefühl von Hilflosigkeit. In einer solchen Situation kann der Verdacht naheliegen, dass die Behandlung fehlerhaft war.

Was ist ein Behandlungsfehler?

Unter einem Behandlungsfehler ist eine nicht ordnungsgemäße, d. h. nicht den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden allgemein anerkannten medizinischen Standards entsprechende Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin oder auch einen Angehörigen anderer Heilberufe zu verstehen. Ein Behandlungsfehler kann alle Bereiche ärztlicher Tätigkeit betreffen. Dabei kann der Fehler rein medizinischen Charakters sein, sich auf organisatorische Abläufe beziehen oder es kann sich um Fehler nachgeordneter oder zuarbeitender Personen handeln. Auch die fehlende oder unrichtige, unverständliche oder unvollständige Aufklärung über medizinische Eingriffe und ihre Risiken und Folgen stellt eine Verletzung von Pflichten aus dem Behandlungsvertrag dar und kann unter Umständen Schadensersatzansprüche des Patienten gegen den Behandelnden zur Folge haben.

Wie viele Fehler werden jedes Jahr gemacht?

Die Statistik des MDS für 2015 spricht von ca. 14.800 Behandlungsfehlervorwürfen. Die festgestellte Anzahl der Fehler lag bei rund 4000 Fällen. Die Behandlungsfehlerstatistik der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen für 2015 weist etwas mehr als 7200 Sachentscheidungen auf. Davon wurde in ca 2100 Fällen ein Behandlungsfehler festgestellt.

Wer ist Ansprechpartner bei Verdacht auf Behandlungsfehler?

Wichtiger An­sprechpartner bei einem Verdacht auf Vorliegen eines Behandlungsfehles ist Ihre Krankenkasse. Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihre Mitglieder bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen, die bei der Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen aus Behandlungsfehlern entstanden sind, kos­tenlos zu unterstützen. So können sie bei Verdacht auf eine fehlerhafte Behandlung ein Sachverständigengutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) ein­holen.

Bei der Unabhängigen Patientenberatung kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger kostenlos und anonym am bundesweit kostenfreien Beratungstelefon oder onlinevon unabhängigen Beraterinnen und Beratern, insbesondere von Medizinerinnen und Medizinern sowie Juristinnen und Juristen, beraten lassen: www.patientenberatung.de; Telefon: 0800 – 0 11 77 22. Neben der Beratung auf Deutsch wird auch eine Beratung in türkischer (Tel.: 0800 – 0 11 77 23) und in russischer (Tel.: 0800 – 0 11 77 24) Sprache angeboten.

Ist der Behandlungsfehler im Krankenhaus entstanden, können Sie sich zudem an die Klinikleitung oder Patientenbeschwerdestelle des Hauses wenden. Nach dem Patientenrechtegesetz sind Krankenhäuser bundesweit zur Einrichtung eines patientenorientierten Beschwerdemanagements verpflichtet. In einigen Ländern ist ein unabhängiger Patientenfürsprecher (Ombudsfrau bzw. Ombudsmann) gesetzlich vorgeschrieben, der Ihre Anliegen gegenüber dem Krankenhaus vertritt. An ihn oder sie können Sie sich im Beschwerdefall wenden und sich beraten lassen. Fragen Sie nach den Sprechzeiten der Ombudsfrau oder des Ombudsmanns in Ihrem Krankenhaus.

Die Aufsicht über die Berufsausübung der Ärzte üben die jeweils zuständigen Landesärztekammern und die Landeszahnärztekammern aus. Diese unterliegen wiederum der Rechtsaufsicht durch das zuständige Landesministerium bzw. die Senatsverwaltung. Schadenersatzansprüche können Sie gerichtlich oder außergerichtlich geltend machen. Die Ärzte- und Zahnärztekammern haben Gutachter- und Schlichtungsstellen eingerichtet, um Meinungsverschiedenheiten zwischen Arzt und Patient außergerichtlich zu klären. Sie greifen Fälle auf, die noch nicht Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens sind und die in der Regel nicht länger als fünf Jahre zurückliegen dürfen. Die Schlichtungsstellen können Sie bei einer Auseinandersetzung mit einer Ärztin oder einem Arzt nutzen, ohne dass Ihnen dadurch Kosten entstehen.

Hier sind die Aufgaben zum Text:

 

  • Wenn eine medizinische Behandlung keinen Erfolg zeigt, neigen Patienten , oft in Unkenntnis der Sachlage dazu, den behandelnden Arzt dafür verantwortlich zu machen. (r/f)Ein Patient hat keinen Anspruch auf Schadensersatz, wenn es Probleme beim organisatorischen Ablauf seiner Behandlung gab. (r/f)
  • In mehr als einem Viertel aller Patientenbeschwerden lag ein ärztlicher Fehler vor. (r/f)
  • Die Mitglieder der Krankenkassen haben bei Verdacht auf Behandlungsfehler das Recht auf ein kostenloses Sachverständigengutachten. (r/f)
  • Die unabhängige Patientenberatung berät Juristen und Mediziner kostenlos und anonym zu Fragen des Patientenrechts. (r/f)
  • Krankenhäuser sind dazu verpflichtet, ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement einzurichten.
  • Deutschlandweit vertreten Ombudmänner oder Ombudfrauen die Interessen der Patienten. (r/f)
  • DieTätigkeit der Ärzte in den verschiedenen Bundesländern wird unmittelbar von den zuständigen Landesministerien bzw. vom Senat kontrolliert. (r/f)
  • Patienten können sich im Streitfall kostenlos an Gutachter- und Schlichtungsstellen wenden. (r/f)

 

(bearbeitet von OU – 2018)

 

 

 

 

Patientenvorstellung Musterformulierungen

Fallvorstellung Musterformulierungen

Wenn wir Aussagen des Patienten/der Patientin wiedergeben, so verwenden wir in der Regel den Konjunktiv I. Ist die Form des Konjunktivs I jedoch identisch mit dem Präsens Indikativ, so wird der Konjunktiv II verwendet.

Beispiel: Die Patientin berichtete, die Schmerzen würden in den linken Arm ausstrahlen. (strahlen in den linken Arm aus = identisch mit Indikativ Präsens.)

Es gibt jedoch sprachliche Mittel, mit denen wir den Gebrauch des Konjunktivs vermeiden können. Beispiele:

Nominale Struktur: berichten über; sich vorstellen mit…..Schmerzen ; beschreiben als (beschreibt die Schmerzen als….)

Bei Herrn Müller ist ein Diabetes mellitus bekannt. (keine Patientenaussage, sondern als Faktum dokumentiert).

Laut + Dativ + Indikativ; Laut dem Patienten ist ….aufgetreten.

Zufolge + Dativ + Indikativ; Dem Patienten zufolge sind die Schmerzen am Abend aufgetreten.

 

Beispiele

Eine/Ein… jährige(r) Patient(in) stellt sich wegen seit … plötzlich/langsam aufgetretener (Oberbauch) Schmerzen (rechts) vor.

Die Schmerzen  seien nach (einer fetthaltigen Mahlzeit) aufgetreten und würden(nirgendwohin)/in (den Rücken/den linken Arm…/die rechte Schulter )ausstrahlen.

(Zunächst/vor … Tagen ) habe sie/er die Schmerzen in ( im Epigastrium) verspürt,dann seien sie ( seit … ) in ( den rechten Unterbauch/die linke Seite) gewandert.

Auf genaues Nachfragen beschrieb Frau/Herr… die Schmerzen als sehr stark (gürtelförmig/kolikartig/stechend/brennend/dumpf/ziehend).

Laut dem Patienten/der Patientin haben sich die Schmerzen (im Verlauf der Zeit)/ (bei/mit/durch … ) verschlimmert. Sie/Er habe jedoch keine bestimmten Auslöser für die Schmerzen bemerkt.

Es sei ihr/ihm (nicht) gelungen,den Schmerz mit (warmen Wickeln) zu lindern./Die Schmerzen seien (nach einer Weile) unter der Einnahme von …. abgeklungen,(aber sie seien seit etwa … verstärkt wieder aufgetreten).

Die Einnahme von Paracetamol und lbuprofen würde eine vorübergehende Linderung herbeiführen.(führe….herbei)

Des Weiteren berichtet der Patient, die Schmerzen seien von( hohem) Fieber/Übelkeit/Schüttelfrost) begleitet.(Erbrochen habe sie/er aber nicht)./ (Fieber habe sie/er nicht gehabt)./ (Er/sie habe eine Temperatur von … gemessen).

Erbrechen wird auf Nachfrage verneint, allerdings glaubt sie, Fieber zu haben

Sie/Er berichtet über eine unbeabsichtigte /von selbst erfolgte,deutliche Gewichtsabnahme von (ca. …kg in … Monaten).

Zudem habe sie/er an Gewicht (verloren/zugenommen).Wie viel wisse er nicht,aber mehrere Bekannte hätten sie/ihn schon darauf angesprochen.

Auf sein Körpergewicht habe er nicht geachtet.

Das Gewicht sei stabil.
Der Appetit sei unverändert gut.
Ansonsten ist die vegetative Anamnese unauffällig.

Vor… Monaten/Tagen habe sie/er schon ähnliche Schmerzen (häufig) verspürt,  damals seien die Schmerzen jedoch weniger stark gewesen.

An Voerkrankungen ist/sind ..(r DM, e Hypertonie)…. bekannt.( DM / Hypertonie) ist mit (Insulin /Enalapril/…) gut behandelt/eingestellt.

Bezüglich (der aktuellen Beschwerden) nehme sie/er… ein.

An Vorerkrankungen sind ein( Diabetes mellitus Typ 2) bekannt, der mit (Metfomin) eingestellt ist, sowie eine (Hypercholesterinämie), die mit (Sinwastatin) behandelt wird.

Sie/Er ist vor … wegen einer(…Fraktur)/einer (…entzündung) operiert worden.

Im Alter von 20 Jahren sei er am Blinddarm operiert worden

Dem Patienten/Der Patientin wurde vor …. (die Gallenblase) entfernt.Ansonsten sei sie/er immer kerngesund gewesen.

…., dass sich der Patient vor (… Jahren) bei (koronarer 3-Gefäßerkrankung) einer (Bypass)-Operation unterziehen musste.

Abgesehen von einer/einem …. sind keine wesentlichen VE bekannt.

Die Frage nach Voerkrankungen wurde verneint.

Außer (einem oralen Kontrazeptivum/…) nehme sie/er keine Medikamente regelmäßig ein.

Ihr/Ihm sei keine Allergie bekannt.

Geraucht habe er nie.

Sie/Er rauche seit ca…. Jahren etwa …… Zigaretten/ eine Schachtel Zigaretten pro Tag und trinke etwa …. pro Tag / nur gelegentlich,zu festlichen Anlässen, Alkohol. (eine Flasche Bier oder ein Glas Wein)

Familienanamnestisch ist/sind mütterlicherseits…. und väterlicherseits …. zu erwähnen.

Auf gezielte Nachfrage berichtet er, dass sein Vater an (einer Herzschwäche) gelitten habe und im Alter von ( 45 Jahren) plötzlich und unerwartet verstorben sei.

Auf Basis der erhobenen Anamnese gehe ich von einem Verdacht auf ….. aus.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf …. hin.

Als Diffentialdiagnosen kommen 1- … 2-… 3-…..in Betracht.

Das Fehlen von …. spricht gegen …..

Als erste Maßnahme würde ich gern den Patienten/die Patientin körperlich untersuchen. Zur Sicherung der Verdachtsdiagnose sollten die folgenden Maßnahmen durchgeführt werden:

Sollte sich der Verdacht auf …. bestätigen,empfiehlt sich eine Therapie mit (einem Spasmolytikum und einem Analgetikum gegen die Schmerzen).

 

Allgemein:

  • Frau X. wird (somnolent) in die Notaufnahme eingeliefert. Den Angaben der ( Eltern) zufolge klagte sie am (Vorabend) über ….

  • Sie wurde mit( plötzlich) einsetzender … notärztlich eingewiesen.

  • .. fühle sie/er sich körperlich schwach und müde.

  • … klagt über Antrieblosigkeit(Lethargie) und  Abgeschlagenheit(fatigue)

  • .. dass sie sich seit (einem halben Jahr) abgeschlagen fühle und unbeabsichtigt 6kg an Gewicht verloren habe.

  • ,dass er seit einiger Zeit unter morgendlichen Kopfschmerzen leide.

  • Die Beschwerden seien rechts schlimmer als links und manchmal so heftig, dass er es nicht mehr im Bett aushalte.

  • Die Patientin erinnert sich nicht genau an den Befund

  • Er sei mehrfach kollabiert.

  • Mit einem schmerzhaften Hautausschlag am Brustkorb.

  • Eine beim Hausarzt durchgeführte Stuhlprobe sei negativ gewesen.

  • Ein Engegefühl in der Brust, Bewusstseinsverlust oder Schwindel seien noch nie aufgetreten.

  • Er leide unter nächtlichem Schwitzen, zuletzt sogar so stark, dass er Bettwäsche und Schlafanzug habe wechseln müssen

  • Ohnmächtig geworden sei sie noch nie.

  • ,dass sie in der letzten Woche mehrfach das Bewusstsein verloren habe.

  • Ihr sei „schwarz vor Augen“ geworden.

  • …Beschwerden, die er auf (die unregelmäßigen Arbeitszeiten und den Stress) zurückführt.

 

Orthopädie:

  • Die Finger seien zeitweise geschwollen und überwärmt

  • Außerdem würden das morgendliche Ankleiden und das Frühstück viel Zeit in Anspruch nehmen, weil sich ihre Finger nach dem Aufstehen für bis zu 2 Stunden steif anfühlten.

PAVK:

  • Beim Gehen verspüre er nach einer Strecke von( 75 )Metern einen

    brennenden Schmerz in der (rechten) Wade, der nach (150) Metern so stark werde, dass er stehen bleiben müsse.

  • Die Beschwerden würden dann abklingen, aber beim Weitergehen nach kurzer Zeit erneut auftreten.

TVT:

Seit … trage der Patient an… (am linken Unterschenkel) eine Gipsschiene,da er sich bei einem Treppensturz (einen Bruch der/des …/eine Verbandverletzung des oberen Sprunggelenks) zugezogen habe.

Herz:

  • Er habe vor etwa … Wochen bei einer kleinen Wanderung erstmalig Schmerzen und ein Druckgefühl in der Brust verspürt.

  • … eine neu aufgetretene belastungsabhängige Atemnot,v.a. beim Treppensteigen.

  • Nachts müsse er/sie mehrmals zur Toilette.

  • Ihm/ihr sei aufgefallen, dass die Füße angeschwollen seien.

  • Neuerdings habe er außerdem Beinödeme und er müsse nachts mehrfach Wasser lassen.

  • Beim Treppensteigen müsse er nach jeder Etage kurz stehen bleiben.

Pneumonie:

  • stellt sich  wegen eines seit … Tagen bestehenden produktiven Hustens mit (gelblich-bräunlichem) Auswurf vor.

  • …  Dabei seien ihr/ihm Blutfäden in Sputum aufgefallen, die sie/ihn sehr beunruhigen würden.

  • Wenn er tief einatme,verspüre er einen (rechtsbetonten,stechenden Schmerz) im Brustkorb.

  • In den letzten … Wochen sei es zudem vermehrt zu Husten mit gelegentlichem Auswurf und zuletzt zu erhöhten Körpertemperaturen bis 39 •c gekommen.

  • Der Patient berichtet über einen seit Langem bekannten chronischen Husten und morgendliche Dyspnoeattacken, die mit weißlichem Auswurf einhergingen.

  • Das Sputum habe sich zuletzt allergings gelblich-grün verfärbt.

Magen-Darm:

  • Seit dem Vorabend bestünden wässrige, übel riechende Durchfälle mit krampfartigen Bauchschmerzen.

  • Er/Sie habe seit… Stuhlunregelmäßigkeiten im Sinne von Durchfällen und Obstipation bemerkt.

  • Er habe zudem Stuhlunregelmäßigkeiten mit Wechsel von Diarrhö und Obstipation bemerkt.

  • Bei den letzten Toilettengängen seien ihm/ihr dunkelrote Blutspuren im Stuhl aufgefallen,die sie/ihn sehr beunruhigen würden.

  • Die Durchfälle seien nicht blutig,sondern eher von schleimiger Kosistenz und würden etwa … mal täglich auftreten.

  • klagt über eine erhohte Stuhlfrequenz/ 2-maliges Erbrechen.

  • Er habe plötzlich größere Mengen frisches Blut erbrochen.

  • … Tage zuvor habe er schwarzen Stuhl abgesetzt.

  • Er habe mehrfach Stuhl mit Blutbeimengungen abgesetzt

Nieren:

  • rechtsseitige Flankenschmerzen

  • Sie/Er trinke auffällig viel und würde ständig die Toilette aufsuchen.

  • seit (ein paar) Tagen habe er kaum Wasser gelassen

  • Auch die Augenlider seien besonders morgens nach dem Aufstehen deutlich geschwollen.

  • Außerdem klagt der Patient über Brennen beim Wasserlassen.

Thyroid:

– …mit

Gewichtsabnahme,Herzklopfen(Palpitation),Tachykardie
(Herzrasen) und Belastungsdyspnoe.
… klagt über vermehrtes Schwitzen,Schlaflosigkeit und Durchfall.
       -…gibt an,sich in letzter Zeiz häufig zittrig und innerlich unruhig zu füllen.
– Neuerdings sei er/sie leicht reizbar

 

Menstruation:

 

Ihre Menstruation habe nach der Entbindung(delivery) noch nicht wieder eingesetzt.

Blut:

 

-,dass er sich eine tiefe Schnittwunde des linken Zeigefingers zugezogen habe und dabei viel geblutet habe.
– Er berichtet, dass er schon bei leichtem Anstoßen einer Körperpartie zu „blauen Flecken« neige und ihm häufiger „kleine rote Punkte“beider Füße und der Unterschenkel aufgefallen seien.

VE (Vorerkrankungen):

 

-In jungen Jahren sei sie an einer (eine Lungenentzündung) erkrankt.

Medikamenten-Anamnese:


Eine antibiotische Therapie habe keine Besserung gebracht.

Noxen:

– Der Nikotinkonsum liege seit ca. 2 Jahren bei etwa 10 Zigaretten/Tag.

– Vor (15 Jahren) habe er aufgehört zu rauchen (15 py).

Den Zigarettenkonsum habe er  vor ( 15 Jahren) eingestellt(stopped), davor
habe er viel geraucht (etwa 40 py).

 

Anamnesebericht eines Teilnehmers

Anamnesebericht Frau Mechthold (Korrigierte Version)

 

Frau Mechthold, eine 42-eine jährige Hausfrau, in übergewichtigem EZ , stellte sich mit gestern Nacht neu aufgetretenen Schmerzen vor allem im rechten Oberbauch vor. Sie berichtete, dass die Schmerzen kolikartig und progredient seien. Weiterhin gibt sie an, die Schmerzen würden zwischen beide Schulterblätter austrahlen. Auf ihre Nachfrage liegt  die Schmerzstärke bei 7-8 auf einer Zehnerskala. Ihr sei aufgefallen, dass der rechte Oberbauch druckempfindlich sei. Sie fügte hinzu, dass die Schmerzen nach Nahrungsaufnahme stärker geworden seien.

 

Darüber hinaus klagte sie über Nausea und Emesis und   Fieber von 39 °C.  Aufgrund der postprandialen Verstärkung der Schmerzen  leide sie an Appetitlosigkeit. Auch wenn sie Kaffee trinke, verschlimmere sich ihr Zustand. Ihr Stuhlgang sei bis letzte Nacht regelmäßig gewesen, seitdem habe sie keinen gehabt. Deshalb sind Angaben zu Farbe, Blut oder Schleimbeimengung unmöglich. Beim Wasserlassen seien keine expliziten Beschwerden zu verzeichnen. Ihre Regelblutung sei unauffällig.

 

An Vorerkrankungen sind  Mumps und Masern bekannt. Vor 20 Jahren habe sie einen Skiunfall mit Kreuz und Innenbandriss am linken Knie gehabt, seither treibe sie kaum Sport.

 

Sie  sei vor 12 Jahren mit dem Auto verunglückt  und habe danach eine leichtereGehirnerschütterung erlitten. Im 16. Lebensjahr sei eine Appendektomie erfolgt.

 

Medikamente nehme sie keine ein bis auf Aspirin bei Bedarf. Gelegentlich nehme sie Vitamintabletten ein. Allergien seien nicht bekannt.

 

Sie gibt an, seit 25 Jahren  2-3 Schachteln pro Woche   zu rauchen, was 12.5 PY entspricht. Sie trinke 1-2 Gläser Wein pro Abend am Wochenende. Sie habe keine anderen Drogen probiert.

 

Früher habe sie S  als Erzieherin im Kindergarten gearbeitet. Frau Mechthold lebt  mit Ehemann und ihren fünf Kindern in Reutlingen.

 

 

 

Anmerkungen zur Korrektur:

Die rot markierten Verben stehen im Konjunktiv I, weil sie in indirekter Rede die Aussage der Patientin wiedergeben.

Die grün markierten Passagen kennzeichnen Redewendungen, mit denen wir den Konjunktiv I vermeiden können, z.B. : 1) Auf ihre Nachfrage liegt die Schmerzskala…..2) Sie gibt an, seit 25 Jahren ….zu rauchen. Hier liegt die Struktur eines Infinitivs mit „zu“ vor. 3) An Vorerkrankungen sind …..bekannt.

Auch im letzten Satz wird der Indikativ verwendet: Frau M. lebt mit Ehemann und Kindern in Reutlingen. – (offensichtliches Faktum, das als solches dokumentiert ist.)

1) Die Patientin heißt Frau Mechthold

2) eine 42-jährige Hausfrau in übergewichtigem EZ

3) die Schmerzen würden zwischen beide S. ausstrahlen (KII – weil der Konj. I identisch mit dem Präsens ist) (nach würden kommt nur der Infinitiv ohne “zu”)

4) Auf ihre Nachfrage liegt die Schmerzskala…..- Indikativ, weil Einleitung durch: Auf Nachfrage

5) Satzanfänge variieren! Aufgrund der postprandialen Verstärkung leide sie an Appetitl (osigkeit – kein Umlaut – arbeitslos, kinderlos, ….

6) Kaffee – Nomen groß schreiben

7) …ihr Stuhlgang sei  bisher regelmäßig  gewesen – das war vor ihrer Aufnahme – daher Konj. I der Vergangenheit

8) beim Wasserlassen seiEN keine Beschwerden zu verzeichnen (Beschwerden – Plural -daher auch seien im Plural)

9) ….deshalb SIND Angaben (Plural)….zu ….nicht möglich. – wenn mehrere Nomen folgen, gebrauchen wir einfach “zu”

10) An VE sind Masern, Mumps…..bekannt. (Bekannt  bedeutet immer: Es wurde dokumentiert – daher Faktum, daher Indikativ)

11) Innenbandriss – Nomen – groß schreiben

12) Sie sei vor 12 Jahren mit dem Auto verunglückt – dies ist in der Vergangenheit passiert, daher Konj. I der Vergangenheit; Tekamolo – zuerst temporale Ergänzung danach modale Ergänzunge

13) ….und habe danach eine leichte/leichtere Gehirnerschütterung erlitten.

14) Medikamente nehme sie keine, außer…..ABER: An Medikamenten nehme sie A, B und C.

Keine Fehler, aber stilistisch wäre es besser, die Satzanfänge zu variieren: Sie rauche seit 25 Jahren, was 25 py entspricht. Alkohol trinke sie hingegen nur gelegentlich, am Wochenende 1-2 Gläser Wein. Früher habe sie als Erzieherin im K. gearbeitet. Frau Mechthold lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Reutlingen. (Faktum – dokumentiert)

 

 

 

 

Anamneseübung mit leiser Hintergrundmusik – als Vorbereitung auf den Arztbrief in der Fachsprachprüfung

Guten Abend,

heute Abend möchte ich meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder mit einer gesprochenen Anamnese mit entspannender Hintergrundmusik verwöhnen. Dazu gibt es, wie immer die Aufgabe, diesen Anamnesebericht mehrmals zu hören und im Anschluss aus dem Gedächtnis nachzuschreiben.

Nach dem ersten Lesen erläutere ich sprachliche Strukturen und weise auf grammatikalische Besonderheiten hin. Wichtig sind neben der korrekten Sprache auch variable Satzanfänge!

Im Anschluss lese ich den Text ein zweites Mal. Die Anamneseberichte sind dann die Grundlage für weiterführende Aufgaben: Differentialdiagnosen, Verdachtsdiagnosen, weiterführende Untersuchungen und Therapie. Man kann also mit einem solchen Fall wunderbar arbeiten.

Übrigens finden Sie diesen und auch andere Fälle in der radiologischen Fallsammlung der Universtitätsklinik Heidelberg. Hier ist die Adresse:

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Radiologische-Fallsammlung.111172.0.html

Fall: 50 – jähriger Patient mit Schmerzen im linken Unterbauch

Anamnese und klinische Angaben

„Ein 50-jähriger Patient kommt mit akut aufgetretenen, anhaltenden Schmerzen im linken Unterbauch, die in die linke Flanke austrahlen, in die Notfallambulanz. Der Patient klagt über Übelkeit, Erbrechen und starke Tenesmen (krampfartige Schmerzen vor oder nach dem Stuhlgang). In den letzten Jahren sei die Verdauung unregelmäßig gewesen mit abwechselnden Diarrhöen und Obstipation.“

(Variante: Ein 50-jähriger Patient stellt sich mit Schmerzen im linken Oberbauch in der Notfallambulanz vor. Die Schmerzen seien akut aufgetreten, dauerhaft und würden in die linke Flanke ausstrahlen.)

Laborwerte

Der Patient ist fiebrig und zeigt laborchemisch eine Leukozytose und CRP-Erhöhung.

Körperlicher Untersuchungsbefund:

Der körperliche Untersuchungsbefund zeigt eine Druckdolenz im linken Unterbauch mit lokaler Abwehrspannung

 

Wie lautet Ihre Verdachtsdiagnose? Welche Differentialdiagnosen kommen in Betracht? Welche weiterführenden Untersuchungen schlagen Sie vor? Welche Therapiemöglichkeiten sehen Sie?

 

Wir wünschen Ihnen allen ein großartiges Neues Jahr 2018 – Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit!

Hallo, da bin ich mal wieder – ich wünsche Ihnen allen ein gutes Neues Jahr 2018 –

Viel Glück, Zufriedenheit, Erfolg und Gesundheit!

 

Ich habe nun schon lange nichts mehr in meinem Blog geschrieben. Warum? – Weil ich eine Augen-OP hatte und meine Augen schonen musste. So habe ich zwar unterrichtet, aber versucht, so wenig wie möglich am PC zu arbeiten.

Aber jetzt geht es besser – und nun kann ich Ihnen wieder einiges erzählen.

Im Januar hat unser neuer Hauptkurs begonnen – mit 11 wunderbaren jungen Ärzten aus ganz unterschiedlichen Ländern: aus Russland, Spanien, Brasilien, Nigeria, Mazedonien, Syrien, Palästina, Mexiko und Indien.  Sie sind alle supermotiviert und sehr, sehr fleißig – viele von ihnen haben schon einige Jahre Berufserfahrung – Deutschland kann sich freuen 🙂

Und vor einer Woche  hat unser Grundkurs für indische Ärzte begonnen – herzlich willkommen in Deutschland! Leider sind noch nicht alle da – einige warten noch immer auf ihr Visum. Wenn alle da sind und sich dann ein bisshen eingelebt haben, werde ich alle vorstellen.

Vielleicht möchten Sie in der Zwischenzeit erfahren,  wie es den Teilnehmern unseres Hauptkurses geht? Und wie die Arbeit vorangeht?

Aktuell befinden wir uns ab morgen in der 6. Woche – und beginnen nun mit der Patientenfallvorstellung. Zunächst lernen wir die Strukturen und den Aufbau einer guten Patientenvorstellung kennen – danach üben wir an konkreten Fällen.

Unsere fleißigen Ärzte haben von Anfang an – also seit der 2. Woche – Referate über die gängigsten Krankheitsbilder der Bereiche Innere Medizin und Chirurgie gehalten – ab der nächsten Woche werden wir dabei unterstützt von unserer Simulationspatientin und unserer Tutorin Tabea. Beide werden unsere Teilnehmer mit ihren Fällen überraschen – und sich als Simulationspatienten zur Verfügung stellen. Dann werden abwechselnd jeweils zwei Teilnehmer zunächst die Anamnese erheben – im Anschluss werden alle Teilnehmer einen Anamnesebericht schreiben – und danach werden unsere beiden Ärzte, die die Anamnese erhoben haben, ihren Patienten vorstellen.

Wenn unsere Teilnehmer einverstanden sind, werde ich einige dieser Anamnesegespräche und Patientenvorstellungen aufzeichnen, dann können Sie sie hier in meinem Blog anhören bzw. anschauen.

Was machen wir noch? Wie Sie wissen, ist auch ein Arztbrief Bestandteil der Prüfung. Um unsere Teilnehmer zu motivieren, regelmäßig gute Anamneseberichte zu hören und zu lesen, gebe ich täglich einen kleinen Input per Whats App an unsere Gruppe weiter.Aktuell arbeite ich  mit dem Buch „Die 50 wichtigsten Fälle Innere Medizin“ vom Verlag Urban & Fischer. Dieses Buch kann ich Ihnen wärmstens empfehlen: Es bereitet Sie nicht nur sehr gut auf die Fachsprachprüfung vor, sondern wird Ihnen auch später bei der Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung helfen.

Dabei wähle ich einen interessanten Fall aus, lese ihn 2 x langsam vor – und anschließend mache ich unsere Teilnehmer auf sprachliche Wendungen, auf bestimmte grammatikalische Besonderheiten hin – dies kann ihnen helfen, selbst gute Arztbriefe zu schreiben.

Eine große Hilfe bei der Vorbereitung auf die wichtigsten Themen der Fachsprachprüfung ist das Lernprogramm „Amboss“, mit dem sich angehende Ärzte auf das 2. medizinische Staatsexamen vorbereiten. Bei Amboss, oder auch bei medscape, dem Wissensportal für Mediziner und Ärzte aller Fachbereiche,  oder auch im Deutschen Ärzteblatt  finden wir relevante Informationen zu allen wichtigen Themen, auch zu dem oft komplizierten Bereich des Medizinrechts, der auch Bestandteil der Fachsprachprüfung ist – zumindest der Telc Fachsprachprüfung.

Wir Dozenten sehen uns als Wegbegleiter und Coaches – und versuchen, unseren Teilnehmern Mittel und Wege aufzuzeigen, sich das notwendige Wissen anzueignen. Dieses Konzept funktioniert sehr gut!

Mittlerweile haben sich in unserem Kurs wunderschöne Freundschaften entwickelt – wir sind eine richtige kleine oder auch große Lernfamilie geworden.

Und heute – am heiligen Sonntag – hat sich diese Lernfamilie sogar in der Bibliothek der Uni-Klinik getroffen, um gemeinsam zu lernen. Das Schönste dabei ist: Sie lernen nicht nur, sondern haben dabei auch Spaß 🙂

 

 

So, für heute sage ich erst mal „Tschüss“ – und ich melde mich ganz bestimmt sehr bald wieder.

Herzlichst

Ihre Odile Ullner

Darf ich uns vorstellen? Ab Januar starten wir gemeinsam in eine spannende Zukunft: Deutsch for Docs und EmsigPro

Hallo, hier bin ich mal wieder! Dieses Mal komme ich nicht allein, sondern mit unseren indischen Freunden:)

Unser indisch-deutsches Quartett versteht sich bestens:) Darf ich bekannt machen?
Frau Pravallika Jallipalli, CEO von „EmsigPro“, Dr. med. Sreenath Narayan von „EmsigPro“, Ewgeni Warnowizki und ich (von „Deutsch for Docs“)

Ab Januar 2018 startet unser neues Kooperationsprojekt: „Deutsch for Docs & EmsigPro“ mit einem Langzeitkurs für indische Ärzte

Wir haben schon mal eine Probefahrt gemacht!

Hier erzähle ich etwas über unseren Kurs, Dozenten, Methoden und die Fachsprachprüfung

 

Unsere indischen Kooperationspartner, Frau Pravallika Jallipalli, CEO, und Herr Dr. Sreenath Narayan, haben uns in Göttingen besucht und sich einmal umgeschaut: zunächst in unserem Seminarräumen und dann auch an einem besonders spannenden Ort: im Ärztlichen Simulations-und Trainingszentrum der Uni-Klinik in Göttingen: Hier sind wir 

 

Hier sind wir im Sonographie-Übungsraum

Und hier der Blick aus dem Trainingszentrum in die Bibliothek der Uni-Klinik

Der Rundgang durch das ärztliche Simulations-und Trainingszentrum hat unseren indischen Freunden sehr gut gefallen. Das Zentrum existiert übrigens seit 2009 und wurde, wie Sophie erklärte, zum großen Teil aus Studiengebühren finanziert. Die Studenten lernen hier den praktischen Umgang mit Geräten an Simulatoren und Trainingspuppen, zum Beispiel, Blut abzunehmen, eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen und vieles mehr.

Nach einem langen Tag voller neuer Eindrücke erholen wir uns in einem gemütlichen Café in der Innenstadt
Hier gibt es eine typisch deutsche Spezialität: den Baumkuchen.

Nach einem schönen Konzert am Abend und einer Stadtführung durch die schöne Altstadt von Göttingen heißt es erst einmal Abschied nehmen.

Und unseren indischen Ärzten sagen wir schon jetzt einmal:

Willkommen in Göttingen, in unserem
Fachsprachkurs Medizin von „Deutsch for Docs“ und „EmsigPro!“

WELCOME !